Mediationsausbildung

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Konfliktlösung durch Mediation

Ausbildung zur Mediatorin/zum Mediator für die betriebliche Interessenvertretung

Betriebliche Interessenvertretungen sind in ihrer täglichen Arbeit auf eine hohe Konfliktlösungskompetenz angewiesen. Konflikte entstehen an unterschiedlichen Brennpunkten, z.B. zwischen Beschäftigten, zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten, zwischen einzelnen Beschäftigten und Abteilungen (z.B. Mobbing, Intrigen, gegenseitige Behinderung bei der Arbeit), aber auch zwischen den Arbeitnehmervertretungen und der Betriebsleitung oder auch innerhalb des eigenen Gremiums.

Mediation hat sich zu einem hochwirksamen Instrument der Konfliktlösung entwickelt, da sie die Interessen aller Beteiligten einzubeziehen versteht. Mit Hilfe einer neutralen Person (des Mediators/der Mediatorin), die das strukturierte Mediationsverfahren anleitet, erarbeiten die Streitenden eine selbstverantwortliche Lösung für ihre Probleme und Konflikte. Mediation unterstützt die Parteien auf dem Weg zu einer optimalen Lösung, die den Bedürfnissen und Interessen aller Rechnung trägt. Gerade wenn die Streitenden darauf angewiesen sind, auch nach einem Konflikt miteinander arbeiten zu können, bietet nur das Mediationsverfahren die Chance einer dauerhaften und einvernehmlichen Lösung.

Durch das neue Mediationsgesetz wird Mediation in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Die Ausbildung trägt den Gesetzesinhalten Rechnung und befähigt dazu, in allen Bereichen des betrieblichen Konfliktmanagements kompetent und souverän agieren zu können.

Konflikte durch Konsens lösen!

Die Grundstruktur der Ausbildung

Die Ausbildung umfasst insgesamt 120 Stunden und besteht aus sechs Seminarbausteinen von je drei Tagen.
Für die erfolgreich durchlaufene Ausbildung und Teilnahme an allen Seminarbausteinen wird das Zertifikat „Mediator/Mediatorin (Arbeit und Leben)“ erteilt, das sich an den Vorgaben des neuen Mediationsgesetzes orientiert.

Die Ausbildung erfüllt die Anforderungen an eine qualifizierte Ausbildung zum zertifizierten Mediator/zur zertifizierten Mediatorin auf der Grundlage des Mediationsgesetzes. Um später die Bezeichnung „zertifizierter Mediator/zertifizierte Mediatorin“ zu führen, ist die Durchführung einer Fallsupervision zu einem selbst bearbeiteten Fall erforderlich.
Im Anschluss an die Ausbildung wird dazu ein zusätzliches Supervisionsseminar angeboten.

Lehrmethoden sind einführende Vorträge, praktische Übungen, Kleingruppen- und Einzelübungen, Selbst- und Videoanalysen.
Bereits vom ersten Tag an sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Erfahrungen an Hand von Fallbeispielen aus der betrieblichen Praxis. In den Bausteinen der Ausbildung werden theoretische und praxisbezogene
Kenntnisse zur Qualifikation und Zertifizierung vermittelt.

Folgende Inhalte sind Bestandteil der Ausbildung:

1. Seminarbaustein: Grundlagen der Mediation

  • Überblick über das Mediationsverfahren; Leitideen
  • Voraussetzungen eines Mediators/einer Mediatorin
  • Haltung und Rolle des Mediators/der Mediatorin
  • Konflikte in der betrieblichen Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Überblick über das Mediationsgesetz

2. Seminarbaustein: Basistechniken

  • Ursachen und Hintergründe von Konflikten
  • Techniken zur Strukturierung und Leitung des Konfliktlösungsverfahrens
  • Verhandlungstechniken und -kompetenzen
  • Verhandeln nach dem Harvard-Konzept
  • Die Arbeit mit Interessen und Bedürfnissen

3. Seminarbaustein: Vertiefung der Methoden und Techniken

  • Das klassische Setting
  • Kommunikationstechniken in der Mediation
  • Die Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten
  • Fairnesskriterien
  • Rolle des Rechts
  • Visualisierungs- und Moderationstechniken

4. Seminarbaustein: Schwierige Konfliktsituationen

  • Praktische Fallbeispiele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Vorarbeiten einer erfolgreichen Konfliktklärung
  • Hochstrittige Parteien und eskalierende Konflikte
  • Konflikte bei Machtungleichgewichten
  • Umgang mit Störungen

5. Seminarbaustein: Umsetzung in die betriebliche Praxis

  • Systemische Konflikt-Prävention
  • Rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen
  • Grenzen der Mediation und alternative Lösungsansätze
  • Umgang mit hierarchischen Strukturen
  • Mehrparteien- und Teamkonflikte

6. Seminarbaustein: Recht in der Mediation und Zertifizierung

  • Rechte und Pflichten der Mediatorin/des Mediators
  • Betriebsverfassungsgesetz und Mediation
  • Arbeitsrecht und Mediation
  • Dokumentation von Mediationsfällen
  • Präsentation einer eigenen Mediationund Zertifizierung

Der erste Seminarbaustein findet vom 03.07. - 05.07.2019 in Meschede statt.

Die weiteren Termine für die Jahre 2018/2019 werden im ersten Seminar mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgesprochen. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 12 begrenzt. Wir bitten um Anmeldung bis zum 18.05.2018. Die Seminarpauschale beträgt 4.900,00 Euro. Hinzu kommen jeweils die Kosten für Unterkunft und Tagungsstättenpauschale.

Referentin und Referent:                 

Katharina Homann-Kramer              
Mediatorin (BMWA),
Dipl. Soz.-päd.
Bildungsreferentin bei Arbeit und Leben

Schwerpunkte:

  • Betriebliche Konfliktlösungen
  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Teamentwicklung und -beratung
  • Mediation
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz

 

Jürgen Heimes
Zertifizierter Mediator,
Systemischer Berater,
Volljurist

Schwerpunkte:

  • Systemische Beratung und Teamentwicklung
  • Coaching
  • Mediation
  • Beteiligungsorientierte Führungstechniken
  • Supervision


Die Teilnahme an der Ausbildung ist möglich nach § 37 Abs. 6 BetrVG, § 42 Abs. 5 LPVG, § 46 Abs.6 BPersVG und § 96 Abs. 4 SGB IX.

Für weitere Fragen und Informationen: Katharina Homann-Kramer, Tel. 0211-93800-35, Mobil 0160-90126175, Mail: homann-kramer(at)aulnrw.de

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Zusätzliche Informationen

Kontakt

Katharina Homann-Kramer

Bildungsreferentin

Mail schreiben

Fon: 0211 - 938 00 35
Fax: 0211 - 938 00 25

Silke Abdellattif

Verwaltung

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Fon: 0211 - 938 00 18
Fax: 0211 - 938 00 25

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