Raus mit der Sprache - Rein in die Stadt

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Inhalt

Ein bundesweites Modellprojekt zum Ankommen in der Stadtgesellschaft und zur interkulturellen Öffnung von Kultureinrichtungen als Beitrag zur interkulturellen Integration.

Nach einer Phase gemeinsamer Konzeption startete im Herbst 2020 das dreijährige bundesweite Projekt Raus mit der Sprache – Rein in die Stadt! in Kooperation mit dem Deutschen Volkshochschulverband, mit seinen beiden bundesweit organisierten Arbeitskreisen "Sprachen" und "Kultur" sowie dem Deutschen Museumsbund, mit seinem bundesweit organisierten Arbeitskreis "Migration".

In dem Modellprojekt möchten wir gemeinsam mit Volkshochschulen und Museen neue Wege der kulturellen Öffnung und des interkulturellen Dialoges gehen, um die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe Aller, insbesondere aber von Neu- und Altzugewanderten in der Stadtgesellschaft, zu erhöhen.

Doch wie können wir positive Beispiele interkultureller Integration entwickeln?

Dabei sind Einrichtungen der kulturellen Vermittlung und Rezeption gefragt, begleitet durch uns, auf die Suche eines regionalen Tandem-Partners zu gehen.

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen, die an Integrationskursen der Volkshochschulen teilnehmen, im Sprachlernprozess nachhaltig gute Erfolge erzielen, wenn der Prozess mit kultureller Rezeption unterstützt wird. Dabei bleibt es nicht allein beim Sprachlernprozess. Integration gelingt am besten, wenn für Menschen eine Teilhabe und Mitgestaltung am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, z.B. über Museumsguides erfolgen kann. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen zwischen jeweils zwei Einrichtungen auf lokaler Ebene „Bündnisse für Teilhabe“ (Tandems) etabliert werden, die Anstoß dazu geben.

Dies soll insbesondere durch eine Brückenbildung zwischen den vhs-Sprach-, Integrations- und Orientierungskursen, die von Neu- und Altzugewanderten, Geflüchteten ebenso wie von EU-/ Drittstaatsangehörigen besucht werden, sowie dem Angebot von Museen erreicht werden.

Ausgangssituation - Kulturelle Teilhabe in der Stadtgesellschaft fördern

Das vorliegende Projekt möchte neue Perspektiven für die Kooperation von Museen und Volkshochschulen in der kulturellen Bildung aufzeigen. Einen zentralen Ausgangspunkt hierfür bildet die Überlegung, dass das Museum einen sozialen Ort bildet, in dem kulturelle Bildung auf neue, kreative Weise möglich wird. In kaum einer Kultureinrichtung finden sich so viele konkrete Anknüpfungspunkte für Phänomene wie Fremdheit, Ankommen, Heimat, kulturelle Identität und Grenzüberschreitung, etc. wie in deutschen Museen. Zugleich verstehen sich auch die Volkshochschulen traditionell als Orte inter-/ transkultureller Verständigung. Aus der Tatsache, dass sie mit knapp 35% Gesamtträgeranteil der gewichtigste Partner des Bundesamts für Migration (BAMF) bei Integrationskursen sind, ergeben sich vielfältige (Anschluss-) Chancen für kulturelle Bildungsmaßnahmen. Dabei können die Brückenangebote zwischen Volkshochschulen und Museen - je nach inhaltlicher Schwerpunktsetzung - sowohl an den Sprachkursen als auch an den hierauf aufbauenden (historisch-politischen) Orientierungskursteil des Integrationskurses angebunden werden.

Projektrahmen

Laufzeit: 3 Jahre (2021-2023)

Zielgruppe:       

-          Teilnehmende von Sprach-, Integrations- und Orientierungskursen

-          Leiter*innen und Mitarbeitende von Museen, Volkshochschulen und weiteren Einrichtungen der kulturellen Vermittlung und Rezeption

-          Lokale Migrant*innenorganisationen

-          Akteure ähnlicher Ansätze

-          Die Stadtgesellschaft

Hauptziele

1. Lokale Brücken- bzw. Tandembildung zwischen Volkshochschulen und Museen an mindestens 10 Standorten in Deutschland, zur Stärkung institutioneller Partnerschaften

2. Interkulturelle Öffnung von Kultureinrichtungen, im besonderen Museen, zur Erreichung neuer Zielgruppen (Audience Development)

3. Schaffung kultureller Zugänge zu Volkshochschulen, zur Unterstützung des Spracherwerbs und zur Stärkung dynamischer und praxis-orientierter Sprachkurse

4. Entwicklung von Outreach-Angeboten für Zugewanderte, zur kulturellen Bildung, Teilhabe in der Gesellschaft und der besseren Verständigung

Des Weiteren möchten wir, dass Zugewanderte an Museen und Volkshochschulen herangeführt werden und dort quantitativ und qualitativ verstärkt teilhaben, und zwar sowohl auf der personellen als auch programmatischen Ebene. So können sie ihre kulturellen Potentiale - gemeinsam mit Einheimischen - aktiver einbringen und entfalten. Während, sowie im Anschluss an die vhs Sprach-, Integrations- und Orientierungskurse, sollen Gelegenheiten geschaffen werden, neu gewonnene Sprachkenntnisse im geschützten Raum von Museen zu festigen. So kann nicht nur die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe bzw. Integration von Zugewanderten und Einheimischen insgesamt gefördert werden, sondern es werden auch interkulturelle Öffnungs- bzw. strategische Organisationsentwicklungsprozesse in den beteiligten Einrichtungen angestoßen bzw. weiter vorangetrieben.

Dabei dienen erste erfolgreiche Programme wie zum Beispiel „Kultur und Integration über Kunst – Karlsruhe“, „Multaka – Berlin“ und „360-Grad-Agent der Kulturstiftung des Bundes“ als Leitbild.

 

Meilensteine

Phase 1:             Bewerbung und Aufbau von Partnerschaften/Tandems (vhs und Museum) in Sprach-, Integrations- und Orientierungskursen

Phase 2:             Entwicklung von Weiterbildungsangeboten für Zugewanderte durch die Tandempartner

Phase 3:             Angebote erproben und weiterentwickeln

Phase 4:             Reflexion und Evaluation

Phase 5:             Transfer in Regelstrukturen

Um die Projektziele zu erreichen, möchten wir zusammen mit Interessierten in einen aktiven Austausch starten. Es gibt nicht den einen Lösungsweg, sondern individuelle lokale Prozesse, die sich den Tandempartnern anpassen. Das Projektvorgehen und die Projektinhalte können und sollen aktiv mitgestaltet werden.

Wir von Arbeit und Leben NRW unterstützen Interessierte bei der Suche und Kommunikation von und mit potentiellen Tandempartnern, bei der Entwicklung und Erprobung von Angeboten und können bei Bedarf einen kleinen finanziellen Beitrag für Materialien leisten. 

Wir wünschen uns gemeinsam mit Interessierten neue Wege zu gehen und Perspektiven zu entwickeln, die langfristig die Kooperation von Museen und Volkshochschulen unter Einbindung von Zugewanderten stärkt.

 

Seien sie dabei!

Wir haben bereits Interessenbekundungen von Volkshochschulen und Museen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands erhalten. Je mehr wir werden, desto mehr Ideen und Expertise können geteilt werden.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bestehen in Ihrer Einrichtung schon Tandems die weiterentwickelt werden können? Haben Sie Fragen? Dann kommen Sie doch mit uns in ein erstes Gespräch.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Interessenbekundungen sowie auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Ihr AuL-NRW Team

Save the Date

Einladung zur digitalen Auftaktveranstaltung des Projektes Raus mit der Sprache – Rein in die Stadt!

Am Montag, den 27.09.2021 wird es eine Online-Veranstaltung geben, bei der sich die bis dahin gebildeten Tandems untereiandern kennenlernen. Aber auch Institutionen, die noch auf der Suche nach Partnerschaften sind, finden hier die Möglichkeit auf weitere Interessierte zu treffen. Die Veranstaltung dient einem ersten Erfahrungsaustausch und liefert Information über das weitere Projektvorgehen. Dabei wird es Raum für ausreichend Begegnungsmöglichkeiten geben.  

Melden Sie sich bei uns an!

 

 
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Zusätzliche Informationen

Kontakt

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Fon: 0211 - 938 00 22
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Bildungsreferentin

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Maximilian Hanka

Stud. Hilfskraft

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Fon: 0211 - 938 00 34

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