Green delegates

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“Grüne Delegierte” der Gewerkschaften für die Ziele von Europa 2020

Die "Europa 2020 Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum" legt großen Wert auf „grünes“ Wachstum, aber gleichzeitig Wert auf die Schaffung hochwertiger, gut bezahlter und sicherer Arbeitsplätze. Es ist klar, dass die personellen Ressourcen, also die Arbeitenden eines jeden Landes, in die Realisierung der angestrebten Ziele einbezogen werden müssen. Das kann systematisch durch die Sozialpartner bearbeitet werden, die sie vertreten.

Deshalb ist das übergeordnete Ziel des Projekts, das Engagement der Gewerkschaftsvertreter bei der Entwicklung und Umsetzung von Umweltpolitik zu verbessern. Wir müssen die lokalen GewerkschaftsvertreterInnen darauf vorbereiten, die neuen umweltbezogenen- und sozioökonomischen Themen mit Maßnahmen zur Nachhaltigkeit zusammen zu denken. Gewerkschaften spielen eine Schlüsselrolle im industriellen Dialog und in der Industriepolitik, also müssen sie den Klimawandel und seine Konsequenzen für Beschäftigung verstehen und Umweltpolitik-Design bei der Bearbeitung des Themas Beschäftigung einbeziehen. Gewerkschaften sind besonders dafür geeignet,

  • die Arbeitnehmenden für die Auswirkungen des Klimawandels auf Beschäftigung zu sensibilisieren
  • die Arbeitsbedingungen zu verbessern durch Integration ökologischer und sozialer Dimensionen mit nachhaltiger Entwicklung und einem Rechte-basierten Ansatz zu fördern und zu fordern, dass sowohl der öffentliche als auch der private Sektor Programme entwickeln, um dem Klimawandel zu begegnen,
  • dazu beizutragen und sicherzustellen, dass diese Maßnahmen angemessen umgesetzt werden
  • Nachhaltigkeit und „grüne“ Wirtschaft als Effizienz-Faktor für die Arbeitsorganisation und das Ressourcenmanagement in Verhandlungen einzubeziehen.

Das Hauptziel des Projekts ist (durch das Training und Vorbereitung von Guide-Komponenten), eine deutliche Lücke und fehlendes Wissen über Umweltfragen auf der regionalen Ebene der Gewerkschaftsbewegung anzusprechen. Das Ziel wird realisiert durch die Zusammenarbeit von sechs Ländern und mit Unterstützung des EGB. Das bedeutet, dass die gemeinsame Arbeit verschiedener Länder vor dem Hintergrund unterschiedlicher Ausgangssituationen betont wird und das bedeutet wiederum, dass die Durchführung des Projekts zu einer Integration unterschiedlicher Erfahrungen führt, dass die Kommunikation zwischen diesen Erfahrungen und Handlungen der Gewerkschaften der Partnerländer gefördert wird und dass ein gemeinsamer Rahmen für lokale gewwerkschaftliche Aktionen geschaffen wird.

Spezifisches Ziel des Projekts ist, die „grünen“ Delegierten systematisch zu folgenden Themen zu informieren und zu schulen:

  • Besseres Verständnis der Wichtigkeit der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsfragen in gewerkschaftliche Aktivitäten (bei Verhandlungen etc.)
  • bessere Kenntnisse über mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigung in verschiedenen Regionen und strategischen Sektoren
  • Input für die lokalen GewerkschaftsvertreterInnen mit dem Ziel, diese Themen auf lokaler und sektoraler Ebene besser vertreten zu können
  • Schaffung eines Best-Practice-Netzwerk aus verschiedenen Ländern und Realitäten mit dennoch ähnlichen Problemen bei Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit
  • Kompetenzen, um den europäischen Rechtsrahmen besser zu verstehen
  • Kompetenzen, um bei lokalen Erfordernissen und Notfällen vergleichbare Fälle zu erkennen
  • Ausbau von Kapazitäten, um die ökologischen Effizienz-Ziele in Verhandlungen zu integrieren

Systematische Information und Gute-Praxis-Beispiele werden in einer Handreichung gesammelt, die die gewerkschaftlichen Vertreterinnen in ihren auf Nachhaltigkeit und Beschäftigung gerichteten Aktivitäten unterstützt.

Unter anderem wurde das Projekt Green Delegates und das daraus entstandene Handbuch auch auf der Green Workplaces Conference in Brüssel vorgestellt. Gleichzeitig wurde diskutiert, wie das Pilotprojekt arbeitsplatzbezogen weitergeführt und die vorhandenen Ansätze dabei eingesetzt werden können. Die Präsentationen der Konferenz können hier eingesehen werden.

Projektdauer:                                  

  • 01.09.2011 -31.08.2012

Verantwortliche Organisation:     

  • USR CISL Toscana, Italien

Projektpartner                                 

  • Ecologia e Lavoro, Italien
  • IAL Toscana, Italien
  • Arbeit und Leben DGB/VHS NW e. V, Deutschland
  • Trades Union Congress, Vereinigtes Königreich
  • Confederation of Labour PODKREPA, Bulgarien
  • EKA Athens Labour Unions Organization, Griechenland
  • Confédération Démocratique du Travail, Frankreich
  • Fédération Générale du Travail de Belgique, Belgien

Kooperation:                                   

  • Europäischer Gewerkschaftsbund

Finanzierung:                                  
Europäischen Kommission / GD Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Inklusion / Information and training measures for workers' organisations, Budget heading 04.03.03.02 / Call for roposals VP/2011/002

Kurzlink zu dieser Seite: https://goo.gl/pZ27qa

Zusätzliche Informationen

Unsere Bildungsreferenten helfen gerne