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Living in changes 2019 : #digitalisierung – ihr wart gefragt.

Digitalisierung und TanzTheater, Irinell Ruf von der Academie crearTaT weiß beides miteinander zu verbinden. Frei nach den Methoden von Augusto Boal „Theater der Unterdrückten“, begleitete die Hamburger Künstlerin das deutsch-türkische Projekt „Living in changes“. Im April trafen in Düsseldorf Jugendliche aus der Türkei und aus Deutschland aufeinander, um sich zunächst mit künstlerischen Mittel und später mit wissenschaftlichen Mitteln mit dem Digitalen Wandel auseinanderzusetzen. Das Besondere; die theoretischen Ergebnisse wurden in Theaterszenen dargestellt und bei einer Abschlusspräsentation einem kleinen Publikum im Jugendkulturcafé Franzmann gezeigt.

Es war sehr besonders; es herrschte eine absolute Akzeptanz in der Gruppe, sodass jeder in seinem Maße hat teilnehmen können. Irinell Ruf

Bei dem internationalen Austausch wurde deutsch, türkisch, persisch, arabisch und englisch gesprochen, doch Verständigungsprobleme gab es Dank Dolmetschern und der feinen Beobachtungsgabe der Teilnehmenden keine. „Ein bisschen Angst hatte ich am Anfang aber schon.“ muss Halgir gestehen. „Das Theaterspielen war für mich eine ganz neue Erfahrung. Tag für Tag konnte ich jedoch besser spielen und nun möchte ich gar nicht mehr aufhören.“ Auch Berkay fragte sich vor der Begegnung wie die Arbeit mit einer deutschen Gruppe wohl sein wird. Er lebt in Istanbul, einer sehr internationalen Stadt und doch hatte er Sorge keine gemeinsame Sprache zu finden. „Wir haben viel nachgedacht und reflektiert. Ich lernte meinen Körper besser kennen und schaue nun auf die Digitalisierung mit einem anderen Blick.“

Die Jugendlichen schafften schnell Berührungsängste abzubauen. Bewegung mit Musik und Klangelementen stand jeden Tag auf dem Programm.

Es wurde viel Zeit mit Gruppenarbeit, Diskussionen und Theaterarbeit verbracht. Stets herrschte eine lockere Atmosphäre mit viel Spaß.

Daneben erwartete die Gruppe ein volles Wissenschafts- und Kulturprogramm.

Am Palmsonntag besuchte die Gruppe eine katholische Kirche mit anschließender Prozession durch die Altstadt. Feyza beschreibt: „Jeder hat das gleiche gesehen, aber unterschiedlich erlebt.“ Deniz hat der Kirchenbesuch Toleranz gezeigt. „Verschiedene Religionen können sehr gut miteinander leben.“, so der in Istanbul lebende Türke.

An einem Tag schwebte die bunte Gruppe in luftiger Höhe unter der Glaskuppel des Museums K21, am andern Tag besuchte sie einen Vortrag von Prof. Dr. Fernand Hörner in der modernen Hochschule Düsseldorf. Die Ausstellungen „Ed Atkins“ und „in orbit“ machte Digitalisierung erlebbar, der Wissenschaftsinput an der HSD Digitalisierung verstehbar.

Neben Ausflügen nach Kaiserswerth, Bonn und Köln hatte die Gruppe die Möglichkeit bei ungewohnten warmen Temperaturen und vielen Sonnenstunden Düsseldorf kennenzulernen.

Lachen ist die Grundlage für Leben. Lachen entspannt und stärkt das Kollektiv. Irinell Ruf

Die vielen Programmpunkte wurden als sehr hilfreich empfunden. „Mein Körperausdruck kommt durch die Bilder von außen. Die Bewegungen des Priesters am Palmsonntag, wie er mit Weihwasser die Gemeinde segnete, waren sehr wichtig für die Performance“, erinnert sich Feyza.

In der Gruppe wurde der Weg als Ziel erlebt. Die Aufführung am Ende der Begegnungstage hat nur nochmal gezeigt, wie intensiv gearbeitet und was alles erlebt wurde. Die starken Verbindungen und tiefgründigen Gespräche zwischen den Teilnehmenden entwickelten sich in der Projektphase und halten auch noch nach der Präsentation an. Melis erlebte alles sehr intensiv, „Wir sind richtig zusammengewachsen.“ erzählt sie voller Begeisterung. Aram schließt sich gleich an, „Ich freue mich über die neuen Freundschaften.“. Auch Ismail bekommt immer noch Gänsehaut, wenn er sich an die letzten Tage zurückerinnert. „Es war stark zu sehen, dass eine Veränderung und Entwicklung bei uns allen stattgefunden hat. Keiner fährt zurück wie er gekommen ist!“

Der Jugendaustausch war eine Kooperation zwischen Beylikduzu Ilce Milli Egitim Mudurlugu (Ilce MEM, Türkei) und Arbeit und Leben NRW in Zusammenarbeit mit dem Jugendkulturcafé Franzmann und der Hochschule Düsseldorf. Das Konzept stammte von der Academie crearTaT. Living in changes wurde gefördert durch die Deutsch-Türkische Jugendbrücke. Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke ist eine Initiative der Stiftung Mercator.

 

 

Den Bericht mit Bildern können sie hier als PDF ansehen.

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