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Neue Netze Region Ruhr Mark

Energie, Wasser, Wohnen
Städtische Infrastruktur zwischen Vergangenheit und Zukunft

Den Kommunen in der Region Ruhr Mark geht immer mehr von ihren Handlungs- und Entscheidungsspielräumen verloren. Haushaltssicherungskonzepte führen zu einem schleichenden Verlust der Selbstverwaltung und zwingen häufig zum (teilweisen) Verkauf der Versorgungsunternehmen.
Der demografische Wandel sorgt dafür, dass die Bevölkerung in unserer Region „weniger, älter und bunter“ werden wird. Die Stadt Bochum beispielsweise wird nach aktuellen Prognosen in den nächsten zwölf Jahren sieben Prozent ihrer Einwohnerinnen und Einwohner verlieren.
Wie zukunftsfähig ist vor dem Hintergrund dieses Wandels die städtische Infrastruktur? Dieser Frage wird die Veranstaltungsreihe in den drei Bereichen Energie, Wasser und Wohnen nachgehen.
Alternative Wohnprojekte zeigen Formen des Zusammenlebens jenseits der Generationengrenzen und eines bloßen Rückbaus der Städte. In Oberhausen wurde aus der Arbeitersiedlung eines Stahlwerks nach einem zähen Kampf gegen den drohenden Abriss eine genossenschaftlich geführte Siedlung. Sönke Wortmann drehte dort im Jahr 2002 seinen Fußballfilm „Das Wunder von Bern“.
Führungen durch einen Energiepark, ein Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung und ein Pumpenspeicherkraftwerk  gewähren Einblicke in innovative Formen der dezentralen Energiegewinnung. In der Region gibt es in diesem Bereich bereits eine lange Tradition, die mit den drastischen Steigerungen der Energiepreise an neuer Bedeutung gewinnt.
Ein weiteres Thema der Reihe ist die Abtrennung des sauberen Regenwassers von schmutzigem Abwasser, um zu einem effizienteren Einsatz der Ressourcen zu kommen.

Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind erforderlich und nur beim jeweiligen Veranstalter möglich.


Dienstag, 9. September 2008, 10:30 bis 12:00 Uhr

Das Koepchenwerk (Speicherkraftwerk - Herdecke)

Das später nach seinem Erbauer benannte Koepchenwerk wurde in den Jahren 1927 bis 1930 erstellt. Die Hauptaufgabe eines solchen Pumpspeicherkraftwerks besteht in der Bereitstellung von elektrischer Spitzenenergie. Überwiegend nachts wird das Wasser aus dem Hengsteysee in das hochgelegene Speicherbecken gepumpt. In Zeiten mit hohem Strombedarf wird das Wasser durch Turbinen wieder abgelassen.
Am 1. August 1994 wurde die Anlage nach über 64 Jahren Betriebszeit stillgelegt und teilweise unter Denkmalschutz gestellt. Direkt daneben wurde am 8. August 1989 eine modernere Anlage mit 150 MW Pumpturbine in Betrieb genommen.  Die Besichtigung des Koepchenwerks macht augenfällig, dass die Bereitstellung von Energie zur Abdeckung von Bedarfsspitzen eine lange Tradition hat – auch wenn die technischen Details sich geändert haben. Bestandteil der Führung sind ein energiewirtschaftlicher Vortrag und die Besichtigung der maschinentechnischen Anlagen im alten und neuen Krafthaus.
Hinweis: In den Stromerzeugungsanlagen befinden sich elektromagnetische Felder, die Körperhilfsmittel (z.B. Herzschrittmacher) beeinträchtigen können.

Treffpunkt : am Eingang der Anlage. Am Werk gibt es keine Parkgelegenheiten für Autos. Autofahrern wird der Parkplatz am Freibad Hengstey empfohlen. Von dort geht es um 10:00 Uhr gemeinsam fußläufig zum Koepchenwerk.  
Anmeldung bei der VHS Hagen unter 02331 / 2073622. Entgeltfrei. www.vhs-hagen.de


Mittwoch, 17. September 2008, 10:30 bis 18:30 Uhr

Busfahrt zu alternativen Wohnprojekten im Ruhrgebiet

Tremonia Dortmund:
Der gemeinnützige Verein WohnreWIR Tremonia wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, Menschen zu unterstützen, die nach gemeinschaftlichen Wohnformen suchen. Der Gedanke einer aktiven, verlässlichen Nachbarschaft, in der Jung und Alt gleichberechtigt zusammenleben, steht dabei an oberster Stelle. Wenn unterschiedliche Lebensweisen und Erfahrungen zusammenkommen, kann das die Basis für ein lebendiges Miteinander bilden und der Austausch zwischen den Gruppen alle Generationen befruchten. Dieses Projekt ist das erste des Vereins W.I.R.e.V. und gleichzeitig auch das erste generationsübergreifende Wohnprojekt in Dortmund. WohnreWIR Tremonia ist das gelungene Ergebnis eines intensiven Planungsprozesses mit einer mehrjährigen Geschichte. WohnreWIR Tremonia wurde auf einer sanierten Zechenbrache am Rande der westlichen Innenstadt errichtet. Im September 2004 fand die offizielle Einweihung statt. Eine Gruppe von 41 Menschen im Alter von 7 bis 75 Jahre leben und wohnen seitdem hier zusammen. Das Kernstück der barrierefreien Anlage ist ein zweigeschossiges Gemeinschaftshaus. Der 60qm große Saal im Obergeschoss dient Bewohnern und Vereinsmitgliedern als Treffpunkt, Sitzungsraum und Veranstaltungsort.

Arbeitersiedlung Oberhausen:
Nachdem die Mieterinitiative der Siedlung RIWETHO den jahrelang drohenden Abriss verhindern konnte, suchte sie nach einer dauerhaften Sicherung für alle Haushalte jenseits des Einzelerwerbs der Wohnungen. Von WohnBund-Beratung NRW wurde ein Konzept zum Erwerb der Siedlung durch eine zu gründende Bewohnergenossenschaft erarbeitet. Das MSWKS förderte die Detaillierung dieses Konzeptes sowie die Analyse der Umsetzungsbedingungen. Außerdem stellte sie eine Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen für sozialwohnungsberechtigte Genossenschaftsmitglieder bereit. Die IBA förderte mit dem Programm „Initiative ergreifen" die Sanierung der Höfe und Schuppen sowie den Aufbau des Genossenschaftsbetriebes. Zentrale Inhalte des Projektes sind die Übernahme des Bestandes der RIWETHO-Siedlung durch eine Bewohnergenossenschaft, die einfache Sanierung des Bestandes und des Wohnumfeldes mit hohem Selbsthilfeanteil, sowie die Bewirtschaftung durch die Bewohnergenossenschaft.
Bitte nehmen Sie Reiseproviant mit, es gibt keine Verpflegung!

Treffpunkt 1: Hattingen Alter Busbahnhof 10:30 Uhr
Treffpunkt 2: Bochum Hauptbahnhof        11:00 Uhr
Zurück: Ankunft Bochum 18:00 Uhr, Hattingen 18:30 Uhr
Anmeldung bei der VHS Hattingen unter Tel.: 02324 / 2043511, bitte den Einstiegsort anmelden!
Entgeltfrei. www.vhs.hattingen.de


Mittwoch, 15. Oktober 2008, 14:00 bis 16:00 Uhr

Zukunftsenergie Grubengas - Der Energiepark Mont-Cenis der Stadtwerke Herne AG

Grubengas, ein in Kohlenbergwerken vorkommendes Gasgemisch aus Kohlenwasserstoffen, dessen Hauptbestandteil Methan ist, wurde in der Vergangenheit ungenutzt und umweltbelastend in die Atmosphäre entlassen.
Das Pilotprojekt zur energetischen Nutzung von Grubengas wurde 1997 durch die Stadtwerke Herne AG auf dem Gelände der einstigen Zeche Mont-Cenis in Herne-Sodingen initiiert. Als integraler Bestandteil des Energieparks Mont-Cenis, für das größte dachintegrierte Solarkraftwerk Deutschlands bekannt, entstand hier zugleich das bundesweit erste Blockheizkraftwerk
(BHKW) zur Nutzung von Grubengas zur Strom- und Wärmeerzeugung. Schon im Jahr 2000 wurde die Anlage auf Grund positiver Betriebserfahrungen erweitert. So erzeugen inzwischen drei BHKW-Module jährlich 9.000 MWh Strom und 12.000 MWh Wärme. Der Strom wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist. Mit der Wärme werden die Akademie Mont-Cenis, die angrenzende Wohnsiedlung und eine benachbarte Klinik versorgt. Durch den Einsatz von Grubengas werden pro Jahr etwa 60.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden. Einem Informationsgespräch vor Ort schließt sich die Führung durch den Energiepark Mont-Cenis an.

Treffpunkt: Akademie Mont-Cenis, Mont-Cenis-Platz 1, 44627 Herne (Sodingen)
Anmeldung bei der VHS Herne unter Tel.: 02323 / 163584 und 162920.
Entgeltfrei. www.herne.de/vhs


Freitag, 14. November 2008, 14:00 bis 17:00 Uhr

Abwasserentsorgung in Bochum - Trennung von Regenwasser und Abwasser

Seit dem 19. Jahrhundert wird das Bochumer Abwasser in der Regel gemeinsam mit dem Niederschlagswasser den Kläranlagen zugeführt, um dort in einem aufwändigen Prozess gereinigt und anschließend der Ruhr und Emscher zugeführt zu werden. Dabei ist es sinnvoll, schon möglichst frühzeitig das saubere Regenwasser vom schmutzigen Abwasser zu trennen, da dieses dann unbehandelt versickern oder direkt in Gewässer eingeleitet werden kann. Über das Bochumer Kanalnetz und die so genannte Regenwasserabkopplung, also die Trennung von Regen- und Abwasser informiert uns an diesem Tag der Leiter der Entwässerungsabteilung der Stadt Bochum, Herr Ahlbach, sowohl theoretisch als auch praktisch bei einer Besichtigung vor Ort. Es können Fahrgemeinschaften zur Fahrt zwischen den Standorten gebildet werden. Bitte festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung tragen.

Treffpunkt: VHS Bochum, Gustav-Heinemann-Platz 2 – 6 , Raum 1026
Anmeldung bei der VHS Bochum (max. 20 Personen) unter Tel.: 0234 / 9101555.
Entgeltfrei. www.vhs-bochum.net


Mittwoch, 19. November 2008, 16:00 bis 18:00 Uhr

Fernwärme und elektrische Energie - Das Heizkraftwerk „Hiltrop“ in Bochum

1954 gehörte Bochum zu den ersten Städten in Deutschland, die ein Fernwärmenetz aufbauen. Kernstück jeder Fernwärme ist das Heizkraftwerk (HKW), in dem neben der Fernwärme sozusagen nebenbei auch elektrische Energie erzeugt wird. Nach diesem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung betreiben die Stadtwerke Bochum vier Heizkraftwerke. Eines davon ist das HKW Hiltrop, das 1975 seinen Betrieb aufnahm und einen Wirkungsgrad von über 80% erreicht. Im laufenden Betrieb werden wir uns die Anlage ansehen können.

Treffpunkt: Stadtwerke Bochum, Heizkraftwerk Hiltrop, In der Grume 5, Bochum Hiltrop
Anmeldung bei der VHS Bochum (max. 20 Personen) unter Tel.: 0234 / 9101555.
Entgeltfrei. www.vhs-bochum.net


Inhaltliche Koordination, Kontakt und Fragen zur Veranstaltungsreihe

David M. Mintert
Arbeit und Leben DGB/VHS NW
Mintropstraße 20
40215 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 9380012
Fax: 0211/ 9380029
E-Mail: mintert(at)aulnrw.de
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