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18.11.2019 13:00

Investitionsstau aufheben und Innovationen fördern


Anfang November trafen sich in Berlin Vertreterinnen und Vertreter der Betriebsräte der DAX-30-Konzerne mit Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Themen der Diskussion: Wirtschafts-, Industrie- und Außenwirtschaftspolitik sowie Digital- und Innovationspolitik. Die Vertreterinnen und Vertreter der DAX-30-Betriebsräte fordern unter anderem Bundestariftreuegesetz, um die Tarifbindung zu stärken.

 

In den intensiven Gesprächen wurde deutlich: Der Investitionsstau in Deutschland muss aufgehoben und Innovationen gefördert werden. Dazu erklärten die Vertreterinnen und Vertreter der DAX-30-Betriebsräte:

"Wenn wir unser Land und unsere Arbeitsplätze zukunftssicher aufstellen wollen, müssen wir jetzt eine Investitionsoffensive in den Standort Deutschland starten. Wir brauchen eine moderne und verlässliche Infrastruktur und innovative Technologien. Dafür müssen wir Barrieren abbauen, die dazu führen, dass Unternehmen lieber im Ausland investieren. Die Regierung muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Industrieproduktion auch zukünftig in Deutschland möglich ist. Wir brauchen die Industrie für den Erhalt geschlossener Wertschöpfungsketten und als Garant für 'Gute Arbeit'."

Petra Kronen, GBR-Vorsitzende Covestro Deutschland AG

Innovations- und Wissensstandort Deutschland stärken

"Die Tarifverträge in Deutschland regeln durch ihre kollektive Wirkung, direkt die persönliche Situation jedes einzelnen Menschen in der Arbeitswelt. Wir beobachten allerdings, dass sich immer mehr Unternehmen aus der Tarifbindung stehlen! Auch dadurch wird eine Spirale nach unten in Gang gesetzt, die sofort auf die Beschäftigten im Arbeitsleben und später auf das Leben in der Rente wirkt! Hier ist primär die Politik gefordert, sie muss beispielsweise ein verbindliches, bundesweites Tariftreuegesetz verabschieden!"

Josef Bednarski, KBR-Vorsitzender der Deutschen Telekom AG

 

Die Tarifbindung in Deutschland hat einen besorgniserregenden Niedrigstand erreicht. Weniger als 50% der ArbeitnehmerInnen in Deutschland haben noch einen tarifgebundenen Arbeitsplatz. Diese bieten Potenzial für sozialen und politischen Sprengstoff.

Die Politik darf nicht zulassen, dass auf dem Rücken der Beschäftigten Einsparungen vorgenommen werden. Tarifflucht schadet den Beschäftigten und der Gesellschaft insgesamt.

 

"Wir können uns in Deutschland keinen Sozialdumpingwettbewerb leisten. Die Tarifbindung bleibt die Basis für gute Arbeit und gerechten Wettbewerb."

Thomas Koczelnik, KBR-Vorsitzender der Deutsche Post AG

 
Der Gesprächskreis der Betriebsratsvorsitzenden der DAX 30 Unternehmen (BRV-DAX 30)
Auf Initiative der Vorsitzenden der Gesamt- und Konzernbetriebsräte der DAX-30-Unternehmen finden unter dem Dach des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zweimal jährlichen Treffen des Gesprächskreis der Betriebsratsvorsitzenden der DAX-30-Unternehmen statt.
Die von Arbeit und Leben DGB/VHS Nordrhein-Westfalen organisierten Treffen dienen einem informellen Austausch über wichtige Entwicklungen in den einzelnen Konzernen und der Einordnung strategischer Entscheidungen des Managements. Gemeinsam werden die besten Lösungsansätze im Sinne der Beschäftigten branchenübergreifend diskutiert und weiterentwickelt.
Der Gesprächskreis versteht sich als Gegengewicht zu den informellen und offiziellen Kontakten des Managements der DAX-30-Konzerne. Der BRV-DAX 30 steht grundsätzlich den Konzernbetriebsrats-, Gesamtbetriebsrats- und Betriebsratsvorsitzenden aus den DAX-30-Unternehmen offen.

 

 

 


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