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23.06.2016 13:17

„Wir schaffen das!“ – Wie viel Ungleichheit verträgt unsere Demokratie?


45. Mitgliederversammlung von Arbeit und Leben NRW

„Wir schaffen das!“: Dieser Satz hatte im Spätsommer letzten Jahres kontroverse Diskussionen ausgelöst, auch unter Akteuren der politischen Bildung. Zum öffentlichen Teil der 45. Mitgliederversammlung am 21. Juni 2016  hatte Arbeit und Leben NRW deshalb Prof. Dr. Wolfgang Merkel nach Oberhausen eingeladen. Merkel ist Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). „Wer sind ‚wir‘? Was ist ‚das‘? Und ‚wie schaffen wir das‘? Waren meine spontanen Gedanken, als ich diesen Satz zum ersten Mal gehört habe.“, so Merkel. Auf diese Fragen ging er dann auch in seinem Vortrag mit dem Titel „Wir schaffen das! – Wie viel Ungleichheit verträgt unsere Demokratie?“ ein. Besonders wichtig sei das ‚Brückenkapital‘, das überall dort entstehe, wo Begegnungen zwischen Einheimischen und Zugewanderten stattfinden.

Das zu hören wird insbesondere Elisabeth Albrecht-Mainz, Bürgermeisterin der Stadt Oberhausen, gefreut haben. „Begegnungen mit Flüchtlingen zu organisieren ist wesentlicher Bestandteil der Interkulturellen Arbeit. Das Netzwerk ‚Interkulturelle Bildung Oberhausen‘, dem auch Arbeit und Leben angehört, hat hierzu 2015 eine umfangreiche Bildungsreihe angeboten.“, hatte sie bereits in ihren Grußwort am Morgen hervorgehoben.

„Nähe und Gesprächskultur sind unverzichtbar für lebendige, partizipative Kommunalpolitik“, hatte auch Dr. Gesa Reisz, Leiterin der VHS Oberhausen, betont.

Dass die Frage nach dem Umgang mit Geflüchteten alles andere als neu ist, zeigte sich in der anschließenden Geschäftssitzung. „Bei meiner ersten Mitgliederversammlung, vor 23 Jahren hier in Oberhausen, haben wir uns mit der gleichen Frage auseinandergesetzt.“, erinnerte sich Günter Schneider, Landesgeschäftsführer von Arbeit und Leben NRW, der Ende des Jahres in Ruhestand geht. „Heute wie damals gilt: Integration ist der Schlüssel. Und sie kann gelingen, wenn sie entsprechend gefördert wird. Weiterbildungseinrichtungen spielen bei dieser Aufgabe eine zentrale Rolle.“, so Schneider weiter. Ausdrücklich begrüßte er deshalb einen ersten Schritt, in dem das Land Nordrhein-Westfalen angekündigt hat, die Kürzungen der Förderung aus dem Weiterbildungsgesetz (WbG) teilweise zurückzunehmen.

Die einstimmig wiedergewählten Vorsitzenden, Andreas Meyer-Lauber (DGB) und Monika Biskoping (VHS), stellten dann noch den Nachfolger von Günter Schneider offiziell vor. Dr. David Mintert, bisher stellvertretender Geschäftsführer, wird ab dem 01. Januar 2017 die pädagogische Leitung und Geschäftsführung übernehmen.


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