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10.09.2015 11:15

Systematische Behinderung von Betriebsräten und Gewerkschaften?

Arbeit und Leben NRW unterstützt betroffene Kolleginnen und Kollegen mit dem Projekt „Fair im Betrieb NRW“ – Prominent besetzte Auftaktveranstaltung am 19. Oktober 2015 in Köln


Mobbing, haltlose Kündigungen, ungerechtfertigte Gehaltskürzungen, Verhinderung, Anfechtung oder Manipulation von Betriebsratswahlen. Um die Interessenvertretung durch Betriebsräte und Gewerkschaften zu unterbinden oder einzuschränken, richten sich Arbeitgeber immer wieder gegen Betriebsratsgremien oder einzelne engagierte Kolleginnen und Kollegen. Unliebsame Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden so mit falschen Anschuldigungen kriminalisiert, zermürbt und auf Dauer aus dem Unternehmen gedrängt. Dahinter steckt oft System und Arbeitgeber bedienen sich spezialisierter Anwaltskanzleien und Detekteien, die in Grauzonen agieren und auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurückschrecken. Ohne professionelle Unterstützung ist es für Betroffene fast unmöglich, diesem Vorgehen wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen.

 

In solchen Fällen unterstützt seit dem 01. Mai 2015 das von Arbeit und Leben NRW initiierte Projekt „Fair im Betrieb NRW“ betroffene Kolleginnen und Kollegen – berät, vermittelt Kontakte und organisiert, wenn nötig, öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Unterstützung.

 

Zusätzlich zu der Unterstützungsstruktur werden in dem Projekt „Fair im Betrieb NRW“ Handlungshilfen und Workshops für verschiedene Berufsgruppen entwickelt und angeboten. Ziel ist es, die in solchen Konflikten handelnden Personen für die Systematik sowie daraus resultierende Folgen für Betroffene zu sensibilisieren und gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln. Dazu zählen Anwältinnen und Anwälte, Strafverfolgungsbehörden, Richterinnen und Richter, Gewerkschaftssekretärinnen und -sekretäre sowie medizinisch und therapeutisch Tätige.

 

Eine intensive Vernetzung sowie regelmäßige, hochkarätig besetzte, politische Fachgespräche und öffentliche Veranstaltungen rücken zudem den Schutz der Mitbestimmung als eine Säule unserer Demokratie stärker in den Fokus der Öffentlichkeit.

Der erste Termin der Reihe steht bereits: am 19. Oktober 2015 berichten im DGB Haus in Köln Betroffene von ihren Fällen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion werden Günter Wallraff und prominente Politiker der Frage nachgehen „Wie können Mitbestimmungsrechte wirksamer durchgesetzt werden?“. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

 

„Fair im Betrieb NRW“ ist ein Kooperationsprojekt von Arbeit und Leben NRW und der Günter-Wallraff-Stiftung. Es baut auf Erfahrungen von „Brennpunkt Betrieb“ und „Work-Watch“ auf. „Fair im Betrieb NRW“ wird durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und im Rahmen der Landesinitiative "Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb" begleitet.

 

Auftaktveranstaltung:

 

Termin: 19. Oktober 2015, 10.00 – 13.00 Uhr

Ort: DGB Haus Köln, Großer Saal

Anmeldungen an paeschke(at)aulnrw.de

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Beratungsstelle Düsseldorf:                Beratungsstelle Köln:

 

Email:   fib(at)aulnrw.de                          Email: fib(at)aulnrw.de

Tel.:      0211 – 938 00 55                      Tel.:      0221 – 99 75 7243

Mobil:   0170 – 634 60 44


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