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14.05.2019 12:07

DAX-30-Betriebsräte treffen Vizekanzler Olaf Scholz


Wie lässt sich die Arbeit der Zukunft mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung im Sinne der Beschäftigten gestalten? Darüber diskutierten Betriebsratsvorsitzende von DAX-30-Unternehmen beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) am 6. Mai in Berlin - gemeinsam mit Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz und dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann.

Beim von Arbeit und Leben NRW organisierten Treffen zwischen Bundesfinanzminister Olaf Scholz, dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann und mehr als der Hälfte der DAX-30-Betriebsräte in Berlin standen die Herausforderungen der Digitalisierung im Mittelpunkt. Denn die Beschäftigten in den Unternehmen erleben täglich, dass die Digitalisierung die Arbeitswelt grundlegend verändert.

Für die Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter ist klar: Digitalisierungsgewinne müssen fair verteilt werden. Größere Investitionen der Unternehmen - um Beschäftigung nachhaltig zu sichern - sind ebenso notwendig wie eine größere Zeitsouveränität der Beschäftigten.

Weiterbildung zielgenauer einsetzen

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann wies darauf hin, dass betriebliche Weiterbildung in der digitalen Arbeitswelt zielgenauer eingesetzt werden muss als bisher. Betriebsräte seien dafür die Garanten. Sie haben die Erfahrung, wo im Unternehmen welcher Weiterbildungsbedarf besteht. "Es wäre unsinnig, dieses Potenzial der Betriebsräte zu verschwenden. Sie brauchen also ein gesichertes Initiativ- und Mitbestimmungsrecht schon bei Ein- und Durchführung von betrieblicher Weiterbildung", so Hoffmann.

Solidarisches Europa: "Dumpfem Nationalismus entgegentreten"

Einig waren sich die Betriebsräte der DAX-Unternehmen: Gute Arbeit muss gestaltet werden - in Deutschland und europaweit. 

"Wir rufen daher alle Beschäftigten in unseren Unternehmen auf, sich an den Wahlen zu beteiligen und so zu einem gerechten, sozialen und solidarischen Europa beizutragen. Europaweit müssen die Rechte der Beschäftigten ausgebaut und gestärkt werden und gemeinsam müssen wir aktiv gegen jede Form des dumpfen Nationalismus, der gegen eine Stärkung der Rechte für Arbeitnehmer*innen sind, in Europa eintreten", sagte Josef Bednarski, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Deutsche Telekom AG.


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