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29.08.2019 14:27

Aktion zur Information der Beschäftigten bei Hermes in Bergneustadt


Mit den Betriebsratskollegen Ralf Cremerius und Gian Lombardi haben die Beraterinnen und Berater im Projekt „Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten“ am 21. Auigust 2019 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hermes Zustellbasis in Bergeneustadt besucht. Sie haben sowohl mit dem Lagerpersonal als auch mit den Zustellerinnen und Zustellern gesprochen und  freien Zugang zum Betriebsgelände einschließlich der Halle erhalten. Die Aktion fand in zwei Etappen statt, am Vormittag und am Nachmittag, damit so viele Beschäftigte wie möglich erreicht werden konnten. Angetroffen haben sie Direktangestellte bei Hermes und Angestellte bei Subunternehmen, die im Auftrag von Hermes Pakete liefern. Es handelt sich um ein Modell, das auch in anderen Zustellbasen angestrebt werde. Somit sollen zunehmend mehr Kolleginnen und Kollegen bei Hermes direkt angestellt werden, die bisher anderweitig fürs Unternehmen tätig waren.

Die osteuropäischen Beschäftigte wurden in ihren Muttersprachen Rumänisch und Russisch angesprochen und über die wichtigsten Regelungen in ihrer spezifischen Branche informiert. Einige Kolleginnen und Kollegen stellten trotz Alltagsstress beim Beladen der Pakete gezielte Fragen zu Themen wie Bezahlung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaub sowie Überstunden. Ziel bei der Aktion war und ist weiterhin, die Paketzusteller zu stärken und aufzuklären, damit sie ihre Rechte einfordern können, wo Missbrauch stattfindet.

Bei der Aktion wurde erneut bestätigt, dass die Branche stark auf das Personal aus Südosteuropa angewiesen ist. Das erkennen auch die Kolleginnen und Kollegen bei Hermes in Bergneustadt, die in der Halle mittlerweile mehrsprachige Aushänge angebracht haben, um Betriebsabläufe zu erleichtern. Zur Sicherstellung nachhaltiger Beschäftigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird sogar über Sprachkurse in Betriebsnähe nachgedacht.

Die Paketbranche boomt, der Onlinehandel macht den Markt noch härter, Personalmangel gehört zur Tagesordnung. Der somit entstandene Druck sowie die niedrige Bezahlung machen den Beruf wenig attraktiv. Es gibt immer noch deutlichen Verbesserungsbedarf der Arbeitsbedingungen in der Branche und es bedarf der Stärkung von Arbeitnehmerrechten sowie der praktischen Rechtsdurchsetzung. Dementsprechend sind weitere Aktionen mit Unterstützung der Betriebsräte und der ver.di Kolleginnen und Kollegen in der Logistikbranche nicht nur wünschenswert, sondern notwendig. Wir bleiben dran!


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