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Rolf Hartmann
Projektsekretär Organizing
(ver.di-Landesfachbereich 9 NRW)

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Bildungsreferent

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Mein Arbeit und Leben

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Projekt Organizing und betriebliche Interessenvertretung in der TK/IT-Branche

Ziel des Projekts ist es gewerkschaftliches Leben und betriebliche Interessenvertretung in Bereichen der IKT-Branche durch Vernetzung zu fördern und gemeinsam stärker zu werden. Hintergrund hierfür ist, dass in vielen Bereichen der Branche Beschäftigte bisher nur geringen solidarischen Schutz und wenig Durchsetzungskraft für ihre Interessen besitzen.

Als Kooperationspartner von ver.di unterstützt Arbeit und Leben NW das Projekt von Anfang an zum einen durch eine enge Anbindung an das Seminarprogramm für Arbeitnehmervertretungen, darüber hinaus aber auch durch die Bereitstellung von passgenauen Bildungsbausteinen zur Unterstützung des Organizingprozesses.

Beschäftigte im IKT-Sektor unter Druck

 Der IKT-Sektor ist ein starker Wachstumsmarkt und mittlerweile der zweitgrößte industrielle Beschäftigungssektor in Deutschland. Aber wie erleben die Beschäftigten ihre Arbeitssituation in der Branche? 

Sowohl der TK- als auch der IT-Sektor sind durch hohen Konkurrenzdruck in einem wachsenden Markt gekennzeichnet. Dieser Druck wird auf die Beschäftigten weitergegeben und führt zu hoher Belastung und Arbeitsplatzunsicherheit. Nach Jahren der guten Arbeitsbedingungen ist im IT-Sektor eine zunehmende „Industrialisierung“ zu beobachten, die sich für die Beschäftigten in einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, zum Beispiel durch die Abwertung ihrer Arbeit, Rationalisierung und Offshoring, auswirkt. Die Zahl von psychosomatischen Erkrankungen hat aufgrund der hohen Arbeitsbelastung in den letzten Jahren dramatisch zugenommen.

Wie können wir diesen Trends entgegensteuern?

Nur durch eine branchenweite Vernetzung ist es möglich die Interessen der Arbeitnehmer bei zunehmendem Konkurrenzdruck in der Branche effektiv zu vertreten. Eine aktive Gewerkschaft in den vielen bisher schwach organisierten Betrieben der Branche aufzubauen ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Dies bedeutet einen Perspektivwechsel in der Gewerkschaftsarbeit. Nicht hauptamtliche Gewerkschaftssekretäre und -sekretärinnen  oder Betriebsräte lösen stellvertretend Probleme für die Beschäftigten, sondern die Beschäftigten organisieren sich und lösen ihre Probleme selber. 

Ver.di unterstützt die Beschäftigten bei diesem Prozess und stellt Methoden und Werkzeuge zur Verfügung. Dieser Perspektivwechsel bedeutet auch Gewerkschaftsarbeit die sich hautnah an den betrieblichen Themen der Beschäftigten orientiert. Eine aktive Gewerkschaft im Betrieb heißt aktives Engagement für die Verbesserung der eigenen Arbeitsbedingungen.

Was ist „Organizing“?

„Organizing“ hat sich in Deutschland als Oberbegriff für einen Perspektivwechsel in der gewerkschaftlichen Arbeit etabliert und orientiert sich an folgenden Leitsätzen:

  • „Mache die Themen der Beschäftigten zu den Themen der Gewerkschaft“
  • „Tue nichts für jemanden, das er nicht selber tun kann.“
  •  „Die wahre Gewerkschaftsmacht liegt im Betrieb."
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