
Grußwort des Schirmherrn
Zum dritten Mal vergibt die Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben nun den Preis Demokratie im Betrieb.Mir liegt es besonders am Herzen, die Schirmherrschaft zu übernehmen, da ich den Preis auch als Signal verstehe: Für viele Beschäftigte wird es immer schwieriger, sich Raum für Weiterbildung und gesellschaftliches Engagement zu schaffen und zu erhalten. Denn die moderne Arbeitswelt stellt hohe Anforderungen an die Flexibilität, die Verfügbarkeit und die Einsatzdauer ihrer Arbeitskraft.
Dieses Jahr wird der Preis zusätzlich für Projekte zum Thema Rechtsextremismus und Aufarbeitung der NS-Vergangenheit vergeben. Indem Toleranz und Demokratie durch Treue, Fürsorge und Gefolgschaft ersetzt worden sind, hat das nationalsozialistische Regime wesentliche Rechte der Beschäftigten, wie etwa die freie Wahl des Arbeitsplatzes, abgeschafft. Es hat auch seine menschenverachtende Ideologie gegenüber mißliebigen Personengruppen in den Betrieben durchgesetzt.
Bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit zeigt sich ganz besonders deutlich, dass gesellschaftliche Entwicklungen sich immer auch in betrieblicher Wirklichkeit niederschlagen. Dies unterstreicht die Bedeutung von gesellschaftlichem Engagement im Arbeitsalltag, das dieser Preis fördern will.
Ich freue mich auf Ihre Wettbewerbsbeiträge.
Guntram Schneider
Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen






