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19.02.2016 15:12

Behinderung von Betriebsratsarbeit


Politisch-wissenschaftliches Fachgespräch „Fair im Betrieb NRW“ bringt neue Impulse

Am 15. Februar 2016 hat Arbeit und Leben NRW Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften und Landesregierung zum ersten politisch-wissenschaftlichen Fachgespräch „Fair im Betrieb NRW“ eingeladen.

Vorgestellt wurden sechs exemplarische Fälle aus den ersten Monaten der Beratungspraxis des Projekts. Gemeinsam wurden anschließend die Konsequenzen diskutiert, die aus den bisherigen Erfahrungen gezogen werden müssen.

Im Diskussionsverlauf wurde eines schnell klar: die Behinderung von Betriebsratsarbeit hat in den vergangenen Jahren zugenommen und häufig steckt System dahinter. In den meisten Fällen handelt es sich um Arbeitgeber, die am Rande der Rechtmäßigkeit und bis hin zum Rechtsbruch agieren und so Betriebsratsgremien oder einzelne Mitglieder systematisch unter massiven Druck setzen. Der Fachausdruck dafür ist „Bossing“.

Die Anwesenden waren sich einig, dass mit dem Projekt eine wichtige Anlaufstelle zur Unterstützung von Betroffenen geschaffen wurde.. Zudem wurde ein erhöhter Bedarf für Sensibilisierung und Schulung von Juristinnen und Juristen sowie Vollzugsbehörden zum Thema „Bossing“ festgestellt. Die zu entwickelnden Arbeitshilfen für Betroffene und Gewerkschaften wurden vor diesem Hintergrund als hilfreich erachtet.

Um weitere Maßnahmen effektiv planen und umzusetzen, werden die Beratungsfälle im Projekt „Fair im Betrieb“ nun weiter kategorisiert. Anschließend werden passgenau Handlungsoptionen entwickelt.

Das Projekt „Fair im Betrieb NRW“ berät seit 2015 Betriebsratsmitglieder, die sich in eskalierenden Konflikten mit Merkmalen von „Bossing“ befinden. Das Projekt wird von Arbeit und Leben NRW in Kooperation mit der Günter-Wallraff-Stiftung umgesetzt und ist Teil der Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds.


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