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09.08.2017 14:16

Fair im Betrieb – Unterstützung für Betriebsrat vom Flughafen Köln-Bonn


Als Anlauf- und Beratungsstelle gegen Bossing und Union-Busting unterstützt Fair im Betrieb NRW Beschäftigte und Betriebsräte die unter Druck geraten.
Ein besonders gravierender Fall spielt sich derzeit am Flughafen Köln-Bonn ab.

Der Kollege ist Vater von zwei Kindern und arbeitet seit 15 Jahren am Flughafen. Seit 2015 arbeitet er als Luftsicherheitskontrollkraft für Fracht und Post bei einer Sicherheitsfirma, die im Auftrag von FedEx tätig ist. Er ist seit 5 Jahren Betriebsrat und seit 2013 auch Schwerbehindertenvertreter. Aufgrund seines Engagements für Kolleginnen und Kollegen wurde er vom Arbeitgeber auf die Straße gesetzt und ist dadurch in finanzielle Not geraten.

FedEx erteilte dem Kollegen Ende April Hausverbot mit der fadenscheinigen Begründung, seinen Arbeitsplatz verlassen zu haben, um mit einem Kollegen ein Betriebsratsgespräch zu führen. Tatsächlich hatte er seine Position nicht verlassen und dem Kollegen nur kurz gesagt, dass mit seinem Dienstplan alles in Ordnung sei. Das dauerte nur einen Moment. Trotzdem stellte ihn sein Arbeitgeber frei, zahlt ihm seinen vertraglichen Lohn nicht und verlangte Ende Juni vom Betriebsrat die Kündigung. Weil seine Kollegen sich verweigerten, entscheiden nun die Arbeitsgerichte, doch das dauert.

Der Kollege geriet ins Visier, weil er sich immer wieder für die Interessen von Kollegen, eine gerechte Bezahlung sowie die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen am Flughafen einsetzt. Er stand wegen seines gewerkschaftlichen Engagements seit längerem unter Beobachtung durch die Security von FedEx. Zuletzt gab es einen Konflikt um die Gefahrgutschulungen für die Kontrollkräfte am Flughafen. Darüber berichteten auch die Medien. Wenige Tage nach dem letzten Beitrag im WDR wurde der Kollege nach einer Betriebsratssitzung von einem Unbekannten am Flughafen Köln-Bonn massiv bedroht. Der Kollege erstattete Strafanzeige.

Weil er seit Anfang Mai seinen Lohn nicht mehr bekommt, kündigte ihm seine Bank den Dispo und er musste sich privat Geld leihen. Das Job-Center wies ihn ab und schickte ihn zur Arbeitsagentur, weil er keine Kündigung vorweisen kann. Doch inzwischen erhält er Arbeitslosengeld, allerdings erst seit Ende Juni und das reicht vorne und hinten nicht.

Damit sich der Kollege aus der finanziellen Notlage befreien und weiterkämpfen kann, ist er dringend auf Spenden angewiesen!

Spendenkonto

Kontoinhaber: work-watch e.V.
IBAN: DE88 3705 0198 1930 6494 86
SWIFT: COLSDE33
Verwendungszweck: „Spende Solidarität mit Kölner Betriebsrat“

Die Spende ist steuerlich absetzbar.
Auf Wunsch wird eine Bescheinigung ausgestellt: info(at)work-watch.de


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Zusätzliche Informationen

Unsere Bildungsreferenten helfen gerne