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19.12.2017 17:15

Entgelttransparenzgesetz und gleichwertige Arbeit?!

Konferenz für Betriebs- und Personalräte Dortmund


Seit Juli 2017 gibt es einen Auskunftsanspruch gegenüber Betriebsräten in tarifgebundenen Unternehmen über 200 Beschäftigten. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat in diesen Unternehmen das Recht, überprüfen zu lassen, ob sie/er im Verhältnis zu vergleichbaren Beschäftigten gerecht bezahlt oder wegen des Geschlechts benachteiligt wird. Dazu muss er oder sie unter anderem sechs Beschäftigte des jeweils anderen Geschlechts mit gleichwertiger Arbeit benennen, mit denen dann anonym verglichen wird. Aber wann ist Arbeit gleichwertig? Um solche und weitere Fragen die sich aus dem Gesetz ergeben, gemeinsam zu diskutieren, hatte das Netzwerk fairgütung, bestehend aus Arbeit und Leben NRW, slt-kanzlei für Arbeitsrecht und BAB gemeinsam mit dem DGB NRW 80 Teilnehmende aus unterschiedlichen Branchen am 14.11. nach Dortmund eingeladen.

Elke Hannack, stellvertretende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, unterstrich in ihrem Impulsvortrag die Notwendigkeit der Entgeltgleichheit. Welche Idee und welche Kompromisse hinter dem Entgelttransparenzgesetz stecken und wo dabei die Herausforderungen liegen, wurde eindrücklich von Dr. Stefanie Porsche vom Bundesministerium für Frauen, Senioren und Jugend dargestellt.

Intensiv diskutiert wurde mit Dr. Lena Oerder aus der silberberger.lorenz.towarra – kanzlei für Arbeitsrecht die Frage, welche rechtlichen Auswirkungen dieses Gesetz auf die Arbeit der Interessenvertretungen hat. Sowohl die Wirksamkeit des Gesetzes zur Herstellung der Entgeltgleichheit als auch die Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter wurde von verschiedenen Seiten beleuchtet. Auch die Frage, wann Arbeit gleichwertig ist, wie entsprechende Kriterien festgelegt und dann bewertet werden und zu welchem Ergebnis diese Bewertungen führen wurde anhand eines Beispiels und den Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stark mit Markus Lubkowitz vom BAB Institut für betriebswirtschaftliche und arbeitsorientierte Beratung GmbH, diskutiert.

Um gemeinsam an diesem Thema weiterzuarbeiten und Transparenz in den Betrieben auf dem Weg zur Entgeltgleichheit zu unterstützen stellten Dr. David Mintert (Arbeit und Leben NRW) und Dr. Frank Lorenz (slt-kanzlei für Arbeitsrecht) die Schulungs- und Beratungsangebote des Netzwerkes vor. Dazu zählen Tagesveranstaltungen, eine Qualifizierung für betriebliche Experten in Unternehmen, wo der Arbeitgeber nicht aktiv wird, sowie Beratungen zu verschiedenen Aspekten rund um rechtliche und/oder arbeitswissenschaftliche Fragen.

Einzelveranstaltungen zu rechtlichen Fragen sind für den 24.4.18 und 11.9.18,

für Fragestellungen rund um die Vergleichbarkeit der 08.05.18 und der 12.9.18 geplant.

Die Ausschreibungen werden rechtzeitig vorher veröffentlicht.


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Zusätzliche Informationen

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